Die Wahrheit über Lachsölkapseln

Lachsölkapseln

Lachsölkapseln - Was bringen sie wirklich?

An jeder Ecke werden derzeit Lachsölkapseln beworben. Sie sollen gegen fast jede erdenkliche Zivilisationskrankheit helfen. Um deinen Geldbeutel nicht unnötig zu strapazieren, solltest du aber genau darüber Bescheid wissen, wofür du Lachsölkapseln überhaupt brauchst, was es dabei für Qualitätsunterschiede gibt und ob es nicht bessere Alternativen gibt.

 

Welche Vorteile haben Omega-3-Fettsäuren in Lachsölkapseln?

Die Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren sind zwar noch nicht vollständig erforscht, bisher werden Lachsölkapseln aber zur Linderung der Beschwerden bei Krankheiten wie Allergien, Arteriosklerose, Arthrose, Bluthochdruck, Neurodermitis, Rheuma oder Schuppenflechte eingesetzt. Außerdem soll durch die Lachsölkapseln die Durchlässigkeit der Blutgefäße verbessert und das „schlechte Cholesterin“ in Grenzen gehalten werden.

Warum sind Omega-3-Fettsäuren so wichtig?

Wenn du ein wenig Ahnung von Medizin hast, ist dir vielleicht aufgefallen, dass es sich bei vielen Krankheitsbildern um entzündliche oder um Autoimmunerkrankungen handelt. Diese werden unter anderem durch entzündliche Prozesse hervorgerufen, wie sie beispielsweise durch ein gestörtes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren entstehen können. Omega-6-Fettsäuren sind zwar für den Körper ebenfalls unerlässlich.


Doch während früher beim Jäger und Sammler das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 etwa bei 2:1 oder 3:1 lag, liegt dieses heute in westlichen Industrienationen bei rund 20:1! Besonders durch einen hohen Konsum von Pflanzenfetten (u.a. auch in Frittiertem enthalten) sowie von Fleisch von Tieren, die mit Getreide gemästet wurden, ist dieses Verhältnis so entgleist – mit den allseits bekannten Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Rheuma.

Während Cholesterin in dieser Beziehung oft als Übeltäter verschrien ist, kittet das Cholesterin in Wirklichkeit nur die Schäden, die durch die Entzündungsprozesse in den Arterien entstanden sind – bedingt durch einen zu hohen Omega-6-Anteil! Omega-3-Fettsäuren werden dagegen zu entzündungshemmenden Folgestoffen weiterverarbeitet.

Braucht der Körper Lachsölkapseln?

Wenn du Werbebroschüren zu Lachsölkapseln liest, könntest du manchmal fast zu der Meinung kommen, dass diese die einzige Quelle für die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA) aus der Omega-3-Familie sind. Der Körper benötigt jedoch nur die Alpha-Linolensäure (ALA) unbedingt aus der Nahrung, denn EPA und DHA kann er daraus dann synthetisieren.

Das Problem hierbei: Die dafür erforderlichen Enzyme sind auch für die Verstoffwechslung der Omega-6-Fettsäuren verantwortlich. Dies ist auch der Grund dafür, warum es so sehr auf ein richtiges Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 ankommt. Außerdem entsteht aus ALA nur zu 10% EPA, und die Umwandlung erfolgt recht langsam und ist insgesamt begrenzt.

Das ist aber noch lange kein zwingender Grund dafür, jetzt täglich Lachsölkapseln zu schlucken, auch wenn in diesen EPA und DHA sehr konzentriert vorkommen. Was du stattdessen tun kannst, um das Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren zu optimieren, zeige ich dir noch später in diesem Artikel.

Wie viel Omega-Fettsäuren brauche ich?

Aktuell wird davon ausgegangen, dass 0,4 bis 0,5 g EPA und DHA pro Tag ausreichend sind. Dafür reichen dir aber beispielsweise bereits 2-3 Fischmahlzeiten mit fettem Seefisch pro Woche. Einen erhöhten Bedarf hast du unter anderem, wenn du oben genannten Krankheiten gezielt vorbeugen möchtest oder aber schon daran leidest und die Beschwerden lindern möchtest. Hier werden je nach Krankheit und individuellem Bedarf zwischen 1 und 30 g Lachsöl pro Tag eingenommen – am besten besprichst du die optimale Menge dann mit deinem Therapeuten.

Sind durch Lachsölkapseln Nebenwirkungen zu erwarten?

Nach aktuellem Erkenntnisstand brauchst du dir durch den Verzehr von Lachsölkapseln keine großen Gedanken über Nebenwirkungen zu machen. Falls du unter Leberschäden leidest, solltest du die Einnahme gegebenenfalls mit deinem Arzt besprechen bzw. diese entsprechend einschränken.

Was muss ich bei der Auswahl der Lachsölkapseln beachten?

Zum einen solltest du nicht nur auf den Packungspreis oder auf den Preis pro Kapsel achten, sondern vor allem darauf, wie hoch der Preis pro tägliche Dosis ist. Denn nicht alle Lachsölkapseln enthalten die gleiche Menge an Lachsöl. Außerdem sollte der EPA- und DHA-Gehalt möglichst hoch sein. Bei einigen Erkrankungen solltest du außerdem nach den entsprechenden Empfehlungen auf das Verhältnis von EPA zu DHA achten. Nach Möglichkeit solltest du zu Lachsölkapseln aus Wildlachs greifen. Denn Zuchtlachs hat nicht nur ein schlechteres Fettsäuremuster als Wildlachs, sondern auch durch Haltung und Fütterung eine höhere Schadstoffbelastung.

Gibt es bessere Alternativen zur Einnahme von Lachsölkapseln?

Wenn du nicht gerade unter bestimmten Krankheiten leidest, bei denen eine tägliche Zufuhr von Lachsölkapseln empfehlenswert ist, gibt es durchaus bessere Alternativen zum täglichen Kapselschlucken. Isst du regelmäßig Seefisch zum Decken deines Jodbedarfs, brauchst du vielleicht gar keine zusätzlichen Lachsölkapseln (und denke daran: in Lachsölkapseln ist kein Jod enthalten!).

Um einen erhöhten DHA-Bedarf zu decken, gibt es auch eine pflanzliche Alternative, die gerade in Zeiten von Überfischung und Schwermetallbelastung sehr interessant ist: In Reformhäusern oder beispielsweise bei Amazon.de erhältst du die Ölmischung Omega-3-DHA von Udo’s Choice, in der das DHA aus Algen stammt, die unter kontrollierten Bedingungen in Süßwasserbecken gezüchtet werden.

Die allerbeste Alternative zu Lachsölkapseln ist und bleibt aber eine generelle Ernährungsumstellung hin zu einer gesunden Ernährungsweise – denn dann brauchst du dir um das richtige Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren keine großen Gedanken mehr zu machen. Außerdem lebst du dann allgemein sehr gesund und brauchst dir nicht mehr über zig Nahrungsstoffe oder mögliche Krankheitsverursacher mehr den Kopf zu zerbrechen.

Bei einer gesunden Ernährung vermeidest du ein Zuviel an Omega-6-Fettsäuren von vornherein. Wusstest du beispielsweise, dass Fleisch von mit Gras gefütterten Tieren aus artgerechter Haltung durchaus reich an Omega-3-Fettsäuren ist und ein gutes Fettsäureverhältnis hat, während Fleisch im Allgemeinen stets als Verursacher eines Omega-6-Fettsäuren-Überschusses verschrien wird? Wenn du noch mehr über richtige Ernährung lesen willst, dann lad dir doch einfach meinen Report “Die 5 Größten Irrtümer beim Abnehmen” herunter!



Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, drücke auf den “Gefällt mir” Button!



Weitere interessante Artikel:

- Sixpack in 4 Wochen
- Tagesbedarf Kalorien
- Bauchfett wegtrainieren

Top 3 Abnehmexperten

Kostenloser Report: Die 5 Größten Irrtümer beim Abnehmen:

Kommentieren